Mittwoch, 22. Februar 2012

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Chemische Ätzverfahren sind in der Elektronikbranche unverzichtbar

Speziell dort wo es um höchste Exaktheit und sehr enge Toleranzgrenzen geht, bei der Herstellung von Platinen und Chips, sind chemische Ätzverfahren (custom shield) heute praktisch unverzichtbar. Mit den physikalischen Methoden sind die geforderten engen Toleranzbereiche in Bezug auf die Exaktheit oft nicht zu halten.

- außerdem hat jedes physikalische Verfahren eine - zwar oft nur geringfügige, aber immerhin - Verformung des Trägermaterials und mikroskopische Veränderung seiner Oberfläche zur Folge. Chemische Ätzverfahren hingegen produzieren keines von beiden und sind daher dann oftmals in manchen Bereichen die tatsächliche Methode der Wahl. Erst mit der Entwicklung hochexakter, chemischer Ätzverfahren wurde eine weitere Miniaturisierung beim Bau von Chips, Halbleitern und Platinen möglich - was die Leistungsfähigkeit elektronischer Geräte erhöhte, bei gleichzeitig immer weiter fortschreitender Verkleinerung.

In unserer Welt moderner, kleinformatiger aber hoch leistungsfähiger Elektronikgeräte sind hochexakte Herstellungstechniken gefragt


Je kleiner und handlicher ein Gerät ist, desto kleiner müssen auch seine elektronischen Bauteile sein. Soll die Leistungsfähigkeit der darin enthaltenen Prozessoren und Chips erhöht werden, führt der Weg nur über eine zunehmende Miniaturisierung der Bauteile. Dabei wird aber auch der Toleranzbereich bei der Herstellung immer kleiner - im Falle von Siliziumbauteilen hat er heute schon längst ein Zehntel der Materialdicke unterschritten. Eine physikalische Bearbeitung der Bauteile durch Hitze oder mechanischen Materialabtrag kommt damit nicht mehr infrage - die minimalen Materialverformungen, die Hitze-Einwirkung mit sich bringt, und die mangelnde Exaktheit mechanischer Methoden sind bei dem geforderten, hohen Toleranzbereich bereits zu viel.

Trocken-Ätzverfahren, das physikalische Splutter-Ätzen und vor allem die rein chemischen Ätzverfahren hingegen weisen keinerlei derartige Materialveränderungen auf, und verändern auch in mikroskopischer Hinsicht die Oberfläche des Trägermaterials. Aus diesem Grund sind sie die Technologie der Wahl, wenn es um die Herstellung hochexakter, miniaturisierter Bauteile geht. Bei allen Trocken-Ätzverfahren kommt ein ionisiertes Gasplasma zum Einsatz - im Falle der physikalisch-chemischen Ätztechniken wird der Materialabtrag durch die vom Gasplasma ausgesendeten auf dem Trägermaterial auftreffenden ionisierten Elektronen des Gases erzeugt, der Bauteil befindet sich dabei innerhalb des Gasplasmas.

Bei den rein chemischen Verfahren hingegen erfolgt der Materialabtrag einzig durch chemische Reaktion: Das Trägermaterial befindet sich außerhalb des Gasplasmas, der Materialabtrag erfolgt ausschließlich durch die vom Gasplasma erzeugten freien Radikale. Auf diese Weise ist der Materialabtrag sogar noch auf mikroskopischer Ebene exakt möglich. Nur so können perfekt exakte, hoch miniaturisierte Bauteile, wie sie heute in der Elektronik nötig sind, auch fehlerfrei hergestellt werden. Durch die in jedem Fall intakt bleibende Oberfläche des Trägermaterials sind auch Robustheit und Langlebigkeit sichergestellt.

 
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